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Ausstellung von Mischa Kuball im BKA NRW

19.01.2026

Öffentlicher Raum ist politisch – doch wie lässt er sich heute definieren, und für wen ist er zugänglich? Danach fragt eine neue Ausstellung im Baukunstarchiv NRW: Mit public preposition untersucht der renommierte Düsseldorfer Konzeptkünstler Mischa Kuball diese Fragen unmittelbar im Stadtraum. „Ziel der Aktion ist es, zu irritieren und in der Folge Gespräche über die Nutzung des öffentlichen Raums anzuregen“, erklärte Prof. Mischa Kuball anlässlich der Vernissage der Ausstellung „under construction / public preposition“ am 15. Januar im Lichthof des Baukunstarchivs NRW. – Die Ausstellung ist bis zum 22.03.26 zu sehen.

Präsentiert werden ausgewählte Werke von Mischa Kuballs internationalen Kunstprojekten – von Marl über Kattowic bis Christchurch. Zudem nimmt die Präsentation Bezug auf Dortmund und die Region.

Eine Gruppe von Männern und Frauen steht in einem Raum, drumherum sind Bauzäune mit Transparenten.
Bei der Vernissage der Ausstellung von Mischa Kuball im Januar 2026 (v. l:): Prof. Peter Gorschlüter (Museum Folkwang), Markus Lehrmann (Hauptgeschäftsführer AKNW und Geschäftsführer BKA NRW), Prof. Mischa Kuball, Ina Brandes (Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen), Britta Gövert (Bürgermeisterin Stadt Dortmund) und Prof. Dr. Wolfgang Sonne (Wiss. Leiter BKA NRW).
Foto: Melina Beierle/Architektenkammer NRW
Personen stehen in einem geschlossenen Raum mit Bauzäunen, die teilweise mit Transparenten bespannt sind.
Foto: Melina Beierle/Architektenkammer NRW

„Die Kunst von Mischa Kuball lebt davon, zu intervenieren, zu kommunizieren und neue Denkanstöße zu bieten“, erklärte Markus Lehrmann, Geschäftsführer des BKA NRW, zur Begrüßung der rund 140 Besucherinnen und Besucher der Ausstellungseröffnung. Das Baukunstarchiv NRW sei – als Ort des Dialoges und des baukulturellen Austauschs – der richtige Rahmen für das ungewöhnliche Ausstellungsprojekt.

Das bekräftigte auch der Künstler Mischa Kuball. Mit seiner Ausstellung im BKA NRW, unmittelbar am Rande der Dortmunder Innenstadt, wolle er den öffentlichen Diskurs anregen: „Darüber, wie wir heute den öffentlichen Raum, Öffentlichkeit und Teilhabe erfahren, und über welchen Gestaltungsspielraum wir verfügen“, erläuterte Kuball.

Im Vorfeld der Präsentation im Baukunstarchiv NRW hatte der Konzeptkünstler Passantinnen und Passanten dazu eingeladen, sich an drei stark frequentierten Stellen in der Dortmunder Innenstadt – angeregt durch großformatige Transparente auf Bauzäunen – mit markanten Projekten aus seiner Konzeptreihe public preposition zu befassen.

„Die Interventionen im Dortmunder Stadtraum, die im Vorfeld der Präsentation im Baukunstarchiv NRW zu sehen waren, haben Menschen innehalten lassen und den Blick auf den Stadtraum neu justiert“, führte der wissenschaftliche Leiter des Baukunstarchivs NRW, Prof. Dr. Sonne, aus.

Hintergrund der neuen Ausstellung ist die zunehmend komplexe Struktur des öffentlichen Raumes: Der Grad der Zugänglichkeit – und damit ein entscheidendes Kriterium für die Charakterisierung eines Raumes als öffentlich – hat sich stark ausdifferenziert. Private Räume, die nur auf Einladung begangen werden können, stehen neben privat verwalteten Räumen mit selektivem Zugang. Öffentliche Territorien können temporär geschlossen sein, während andere dauerhaft zugänglich sind.

Mischa Kuball bei der Installation seiner public preposition gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof
Foto: Christof Rose/AKNW
Bild aus der Vogelperspektive: Personen stehen in einem geschlossenen Raum mit Bauzäunen, die teilweise mit Transparenten bespannt sind.
Foto: Melina Beierle/Architektenkammer NRW

Zur Vertiefung des Themas wird am 6. März im BKA NRW ein öffentliches Symposium angeboten, an dem Mischa Kuball teilnehmen wird. Titel: „Zwischen Kunstwerk und Denkmal: Diskurs zur Zukunft öffentlicher Erinnerung“.

Ausstellung: under construction / public preposition, 15. Januar – 22. März 2026 im Baukunstarchiv NRW (Ostwall 7, 44135 Dortmund); Symposium: 6. März 2026, 16.00 Uhr – „Zwischen Kunstwerk und Denkmal: Diskurs zur Zukunft öffentlicher Erinnerung“. Um Anmeldung wird gebeten: info@baukunstarchiv.nrw

Informationen zur Ausstellung finden Sie auch hier.