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Graue sowie hellblaue Boxen und helle Dokumente liegen gestapelt nebeneinander und teilweise übereinander. -  Foto: Christine Kämmerer/Baukunstarchiv NRW
Foto: Dr. Christine Kämmerer

Karl Ganser und die Internationale Bauausstellung Emscher Park, 2022–2023

Bearbeitung: Dr. Anna Kloke
Laufzeit: 2022-2023, Fördergeber: Stiftung Deutscher Architekten

Karl Ganser (1937–2022) lenkte als Mitinitiator und Geschäftsführer maßgeblich die Geschicke der „Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park“ von 1989 bis 1999. Als Strukturförderprogramm für das nördliche Ruhrgebiet war die IBA Emscher Park mit ihren 119 Initiativen als Impuls für eine Erneuerung im städtebaulichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich angelegt. Sie stieß einen bedeutenden Wandel in der Wahrnehmung und Rezeption der Metropolregion an und trug dazu bei, wichtige Zeugnisse der Industriekultur, wie die Zeche Zollverein in Essen, zu erhalten und für eine breite Öffentlichkeit erlebbar zu machen.

Zum Nachlass von Karl Ganser im Baukunstarchiv NRW zählen Korrespondenzen, Aktennotizen und Vortragsmanuskripte, die neue Einblicke in bedeutende Projekte wie die IBA Emscher Park oder die RUHR.2010 und zahlreiche andere Initiativen gewähren. Das Material legt Hintergründe offen und zeichnet politische Debatten auf unterschiedlichen Ebenen nach. Der Bestand bietet die Möglichkeit, den aktuellen Forschungsstand zur jüngeren Geschichte der Architektur und des Städtebaus des Ruhrgebietes um diese Perspektiven zu erweitern.

Dr. Anna Kloke erforscht für ihre Habilitation Leben und Werk von Karl Ganser und wurde 2022 von der Stiftung Deutscher Architekten für ein Habilitationsstipendium ausgewählt, mehr dazu unter: www. stiftung-deutscher-architekten.de. Zum Forschungsprojekt ist eine Publikation in der Reihe des Baukunstarchivs NRW erschienen: Karl Ganser. Integratives Planen und Handeln (Verlag Kettler) - Baukunstarchiv NRW