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Peter Grund (1892–1966) – Dortmund, Düsseldorf, Darmstadt. Ein deutscher Architekt unter drei politischen Systemen

Projektleitung: Prof. Dr. Renate Kastorff-Viehmann, Prof. Dr. Wolfgang Sonne, Prof. Dr. Jörg Stabenow
Bearbeitung: Stephan Gudewer, Christian Klusemann, Dr. Ute Reuschenberg, Dagmar Spielmann-Deisenroth

Laufzeit: 09/2017-11/2021; Kooperationspartner: Fachhochschule Dortmund, Technische Universität Dortmund, Philipps-Universität Marburg sowie Stadtarchiv Darmstadt, Baukunstarchiv NRW, Architekturmuseum der Technischen Universität München, Fördergeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Der Architekt Peter Grund verkörpert er in besonderer Weise eine architektonische Richtung, die das Architekturgeschehen in Deutschland während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in bemerkenswerter Kontinuität über drei politische Systeme hinweg mitbestimmte. Als erfolgreicher Praktiker begleitete Grund die prägenden Debatten der Zeit zumeist aus der zweiten Reihe und kann gerade deshalb als typischer Vertreter einer vielseitig anschlussfähigen Architekturströmung gelten, die jenseits politischer Zäsuren in Deutschland wirksam war. 

Grundlage des Forschungsvorhabens war die wissenschaftliche Erschließung und Digitalisierung des zunächst auf zwei Orte (Stadtarchiv Darmstadt und Fachhochschule Dortmund bzw. nach seiner Überführung 2018 Baukunstarchiv NRW) verteilten Nachlasses. Ein weiterer Teilnachlass im Archiv des Architekturmuseums der Technischen Universität München kam im Projektverlauf hinzu. 

Darauf aufbauend galt das Forschungsinteresse vor allem drei Fragestellungen: den Netzwerken und institutionellen Strukturen, in denen Grund agierte; der entwerferischen Arbeit Grunds im Kontext der dominierenden Strömungen deutscher Architektur in den 1920er bis 1960er Jahren; der systematischen Analyse seines städtebaulichen Werks und der damit verbundenen Intentionen und theoretischen Begründungen.

Zum Forschungsprojekt wurden drei Publikationen in der Reihe des Baukunstarchivs NRW veröffentlicht:

Eine Publikation steht auf einem Tisch, dahinter ist eine Wand mit Text- und Bildttafeln.
Foto: Julia Neuhaus/Baukunstarchiv NRW