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Nachlass Hans Junghanns, Düsseldorf (1906-1989) – Erschließung und Digitalisierung

Bearbeitung: Stella Eckhard, Dagmar Spielmann, Jakob Bielawa
Laufzeit: 2022–2025, Fördergeber: Regionale Kulturförderung des Landschaftsverbandes Rheinland

In dem Projekt wird mit dem Nachlass des Düsseldorfer Architekten Hans Junghanns (1906–1989) ein für das Rheinland bedeutender Bestand für die wissenschaftliche Nutzung aufbereitet sowie durch ein Online-Findbuch und Digitalisierung dauerhaft zugänglich gemacht. Das herausragende Material umfasst den gesamten erhaltenen baukünstlerischen Nachlass sowie Dokumente und Materialien zu Leben und Werk, darunter ca. 3.300 Pläne, 95 Skizzenbücher ca. 2.500 Fotografien, ca. 3.000 Negative, Dias und Schriftgut.

Junghanns‘ Schaffensphase verlief über drei politische Systeme hinweg. Er studierte ab 1925 in München und 1928-30 an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo er in der Kunstszene um Alfred Flechtheim und die Gruppe Junges Rheinland verkehrte. Die Qualität eines ersten Wohnhauses 1930 begründete die daran anschließende Selbständigkeit. Das Wirken in der NS-Zeit wird u. a. dokumentiert durch den Bau des Atelierhauses in der Siedlung Schlageter-Stadt zur Reichsausstellung „Das schaffende Volk“ (1937). Prägend war die Mitarbeit im Architekturbüro von Wilhelm Kreis. Ab 1948 war Junghanns erneut erfolgreich mit zahlreichen Wohnhäusern für das städtische Bürgertum sowie kirchlichen Bauten. 

Baupläne aus Papier liegen aufgerollt nebeneinander.
Foto: Dr. Christine Kämmerer