Josef Paul Kleihues, “Brückenbauer“ im In- und Ausland
Bearbeitung: Dr. Giacomo Calandra di Roccolino
Laufzeit: 6/2024-5/2027, Kooperationspartner: FH Potsdam
Josef Paul Kleihues (1933-2004), dessen Nachlass im Baukunstarchiv NRW liegt, war einer der einflussreichsten Architekten in der deutschen und europäischen Architektur- und Städtebaudiskussion. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, seine Rolle in der internationalen Debatte um Architektur und Stadt zwischen den 1970er und 1990er Jahren zu untersuchen. Am bekanntesten ist er für seine zentrale Rolle bei der Internationalen Bauausstellung Berlin 1984-1987, bei der er Planungsdirektor und Leiter der Sektion "Neubau" war. Seine Fähigkeit, Beziehungen zu weben, "Brücken zu bauen" zwischen Architekten mit unterschiedlichem Hintergrund und teilweise tangierenden Forschungsinteressen, verhalf Kleihues zu internationalem Ansehen.
Obwohl viele seiner Projekte bekannt sind, sind die zugrundeliegenden kompositorischen Prozesse und die Ereignisse, die zur Schaffung seines Wissens-Netzwerks führten, bis heute wenig erforscht. Mithilfe der Dokumente und Zeichnungen aus dem Nachlass des Architekten können bisher wenig bekannte Aspekte seiner Biografie und seines Werks beleuchten werden.