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Under Broken Skies

Unter dem Titel „Under Broken Skies. Ukrainisch-deutsches Kulturerbe an der Frontlinie“ zeigt das Baukunstarchiv NRW in Dortmund eine neue Fotoausstellung. Präsentiert werden Aufnahmen aus den von Russland überfallenen Kriegsgebieten im Osten der Ukraine sowie Archivmaterial aus Beständen des „Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte“ in Detmold. Die aktuellen Aufnahmen stammen aus dem Fotografie-Wettbewerb „Wiki Loves Monuments“. Die Ausstellung spürt deutscher Baukultur in der Ukraine nach - und dokumentiert die Spuren des Krieges.

Neben den Fotos von Bauwerken werden Landkarten ausgestellt, die zur geografischen Orientierung dienen. Texttafeln sowie Ausschnitte aus dem Essay „Bloodland Memorial“ des Autors Robert Faber wollen Einblicke in die aktuelle Lage in der Region geben.

Ausstellung mit Text- und Bildttafeln.
Foto: Architektenkammer NRW
Zwei Personen stehen in einer Ausstellung und betrachten Foto- und Texttafeln.
Foto: Architektenkammer NRW

Das Archivmaterial aus dem „Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte“ wiederum zeigt Aufnahmen, die vor Kriegsbeginn entstanden sind. Die Schau präsentiert so eine Zusammenstellung aus unterschiedlichen Zeitstufen – und unternimmt den Versuch, die Besucher mit auf Reise durch die vielfältige und historisch bewegte Region zu nehmen. Ein begleitender Ausstellungskatalog gibt weitere Informationen zu ausgestellten Fotografien und schildert Hintergründe. Dabei wird deutlich, wie stark die ukrainische und die deutsche Geschichte miteinander verbunden ist.

Die Ausstellung in Dortmund will auch sensibilisieren und zugleich der Frage nachgehen, wie Architektur und Baukultur bewahrt oder zu einem späteren Zeitpunkt rekonstruiert werden könnten. „Under Broken Skies“ wurde vorab im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold gezeigt. 

Die Präsentation ist ein gemeinsames Projekt des Kulturreferates für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, des Vereins DEPART und des Rates der Deutschen in der Ukraine; organisiert von der TU Dortmund, dem Liaison Office Osteuropa/Zentralasien der Universitätsallianz Ruhr und dem Baukunstarchiv NRW. 

Laufzeit: 26. Juni bis 09. August 2026 im Baukunstarchiv NRW in Dortmund. Öffnungszeiten: Di bis So 14:00 – 17:00 Uhr, Mo geschlossen. 

Hintergrund zum Wettbewerb „Wiki Loves Monuments“: Im Rahmen des internationalen Wettbewerbs werden Teilnehmer*innen dazu aufgerufen, Baukultur, darunter Kultur- und Baudenkmäler, fotografisch festzuhalten. Die Aufnahmen werden online präsentiert. Die Fotografien, die im Rahmen der Schau „Under Broken Skies“ zu sehen sind, stammen aus einem Wettbewerb, der 2023 in der Ukraine ausgerufen wurde.

Viele Personen stehen in einem Raum beieinander und lächeln in die Kamera.
Die Schau ist ein gemeinsames Projekt vieler Institutionen und Partner*innen; zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter waren bei der Vernissage vor Ort (v.l.): Prof. Dr. Barbara Albert (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Kornelia Freitag (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Tessa Flatten (Universitätsallianz Ruhr), Elena Resch (Universitätsallianz Ruhr, Liaison Office Osteuropa/ Zentralasien), Prof. Dr. Wolfgang Sonne (Baukunstarchiv NRW), Prof. Dr. Barbara Welzel (TU Dortmund), Edwin Warkentin (Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte), Irina Unruh (Kuratorin) und Prof. Dr. Manfred Bayer (TU Dortmund).
Foto: Architektenkammer NRW