Walther Hellenthal

Hellenthals Werke sind als Gestalt gewordene künstlerische Ergebnisse von Suchprozessen zu verstehen, die sich mit Grundfragen menschlicher Existenz und den Ursprüngen dieser Welt (u.a. Polarität, Spaltung menschlicher Existenz und deren Überwindung) auseinander setzen.

Dabei geht er von Gegensätzlichkeiten in Material und Form aus, von im Steinbruch gefundenem, gesuchtem oder ausgesondertem Stein (Anröchter Dolomit, Ruhrsandstein) und Eisen / Stahl / Aluminium. Deren Ausdrucksqualitäten wie Masse, Volumen, Spuren der Be- und Verarbeitung, ihre Oberflächen und deren Farben regen ihn an. Für ihn besitzen sie eine besondere Energie und Ausstrahlung, die ihm Kraft, Ruhe, Stille und Zeitlichkeit, aber auch Aggression und Polarität vermitteln. Dennoch bleibt in diesen Materialien das Unzugänglich-Offene, das er in ihrer Gegensätzlichkeit in spannungsvolle räumliche Dialoge bringt, um eine neue, andere Erfahrung von Einheit (Cusanus: coincidentia oppositorium) zu ermöglichen. Oft geschieht dies in einem mehr oder weniger unbewussten oder spontanen Arbeitsprozess und spielerischen Experiment.

So gelten Hellenthals Werke nicht als Illustrationen der geäußerten Gedanken, sind daher immer neue Relationen und autonome, auch für ihn häufig unbekannte, geheimnisvolle Arbeiten, die vor dem Hintergrund seiner jeweiligen Befindlichkeit und der anfangs umschriebenen Fakten entstanden sind.

Bild 1: o. T., 2009, Anröchter Dolomit, Corten-Stahl, Lack, H 75 cm, B 85 cm, T 39 cm, Foto: Petra Böttcher-Reiff
Bild 2: Anröchter Dolomit, Corten-Stahl, Aluminium Guss, H 40cm, B 76 cm, T 17 cm, Foto: Petra Böttcher-Reiff

Christoph Ihrig

Christoph Ihrig setzt sich in seinen Arbeiten immer ein Thema welches er dann meist über Jahre verfolgt. Hierbei entwickeln sich seine Skulpturen immer aus einer Ursprungsform neu. So entsteht eine serielle Abfolge von Objekten die sich aufeinander beziehen.

In den vergangenen Jahren setzte er sich mit dem Thema Schalen auseinander, siehe Abb.

Zur kommenden Ausstellung will er von der Schale als Gefäß, zur Schale als Hülle neue Skulpturen erarbeiten und zeigen.

Christoph Ihrig arbeitet vorwiegend mit schwarzem Kalkstein bzw. hellem Marmor.

Fotos: Christopf Ihrig