Wie nehmen Zeichnerinnen und Zeichner ihre gebaute Umwelt wahr? Wie greifen sie Bauwerke und den Stadtraum in ihren Zeichnungen auf? Dies gilt es im Rahmen der neuen Ausstellung „Mit schnellem Stift“ im Gartensaal des Baukunstarchivs NRW zu entdecken. Die Ausstellung ist bis zum 22. Juni in Dortmund zu sehen.

„MIT SCHNELLEM STIFT. Urban Sketchers auf Entdeckungstour durch Dortmunds architektonische Vielfalt“ präsentiert gerahmten Arbeiten und gibt Einblicke in die Skizzenbücher von sechzehn Sketcherinnen und Sketchern. Urban Sketching ist zeichnerisches Dokumentieren, bei der städtische Szenen spontan, individuell und direkt eingefangen werden. Urban Sketchers sind eine weltweite Gemeinschaft, die Städte und Orte, die sie bereisen oder bewohnen, abbilden.

Ausstellung

Foto: Melina Beierle/Architektenkammer NRW

„Es geht um das schnelle Zeichnen. Darum möglichst schnell das einzufangen, was man sieht“, sagte die Kuratorin Birgit Encke im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 25. April, an der über 50 Besucher*innen teilnahmen.  Das „Manifest“ der Sketcher-Gemeinde beinhalte dabei unter anderem folgende Punkte: „Unsere Zeichnungen sind eine Aufzeichnung der Zeit und des Ortes“ und: „Wir zeigen die Welt, Zeichnung für Zeichnung“.

„Man studiert beim Zeichnen wie Gebäude gebaut sind und wie Menschen mit der gebauten Umwelt interagieren“, erklärte der Urban Sketcher Pascal Faller, der ebenfalls Zeichnungen in der neuen Ausstellung im Baukunstarchiv NRW zeigt. Präsentiert werden zahlreiche Werke von unterschiedlichen Zeichnerinnen und Zeichnern, die vielfältige Orte rund um Dortmund darstellen.

Eine Ausstellung mit buntem Rahmenprogramm: „Urban Sketching bedeutet für mich, etwas Kreatives zu schaffen“, erklärte der Architekt und Urban Sketcher Georg Bathe abschließend. Er lädt alle Interessierten ein, die Urban Sketchers aus Dortmund kennenzulernen. Dazu werden „Meet & Greets“ angeboten (26.5.2024 und 23.6.2024), bei denen Besucher*innen mit den Zeichnerinnen und Zeichnern in Gesprächen mehr über die Werke, Maltechniken und Bauwerke erfahren können. Bei Programmpunkt „Sketchwalk – Gemeinsames Zeichnen rund um das Baukunstarchiv NRW“ am 9. Juni können Interessierte dann selbst kreativ werden und eigene Erfahrungen mit dem Urban Sketching machen.

Gaben bei der Vernissage Einblicke in die Welt rund ums „Urban Sketching“ (v.l.): Georg Bathe, Birgit Encke und Pascal Faller. – Foto: Melina Beierle/Architektenkammer NRW - Ausstellung

Gaben bei der Vernissage Einblicke in die Welt rund ums „Urban Sketching“ (v.l.): Georg Bathe, Birgit Encke und Pascal Faller. – Foto: Melina Beierle/Architektenkammer NRW

Die Ausstellung „MIT SCHNELLEM STIFT. Urban Sketchers auf Entdeckungstour durch Dortmunds architektonische Vielfalt“ ist noch bis zum 22. Juni zu sehen und wird kuratiert von Birgit Encke, Pascal Faller, Georg Bathe, Martin Theil, Michael Gührke und Claudia Camphausen.

Die ausstellenden Sketcher*innen sind: Anne Pieper, Anna Wirges, Monika Wirges, Martin Theil, Viktor Olechow, Axel Wibbelt, Wilfried Ahlmeyer, Georg Bathe, Birgit Encke, Zenon Nowakowski, Malgorzata Biernacka, Tanja Krause, Thorsten Jahns, Pascal Faller, Frank Winkler, Michael Gührke

Text: Melina Beierle, 13.05.24

Fotos: (1-2) Detlef Podehl; (3) Julia Neuhaus

Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm unter: www.baukunstarchiv.nrw