Foto (Ausschnitt): Detlef Podehl

Projektverlauf und Aktivitäten von Stadt Bauten Ruhr

September 2020

Tag des offenen Denkmals
20. Dortmunder Museumsnacht

Am Tag des offenen Denkmals und in der 20. Dortmunder Museumsnacht führte Anna Kloke Besucher durch das Baukunstarchiv und stellte die Arbeit des Forschungsprojektes „Stadt Bauten Ruhr. Forschen Lehren Teilhaben“ vor.

„Und so etwas steht in Gelsenkirchen“ Kulturbauten im Ruhrgebiet nach 1950
Feierliche Eröffnung im Museum Folkwang

Zehn Jahre nach der Eröffnung des David Chipperfield-Baus zeichnet das Museum Folkwang die „Biografien“ bedeutender Kulturbauten des Ruhrgebiets zwischen 1950 und 2020 nach. Die Ausstellung eröffnet einen Einblick in die Bestände des Baukunstarchiv NRW und seine „verborgenen Schätze“, die hier in einer exemplarischen Auswahl für ein allgemeines Publikum zugänglich gemacht werden. Als eine Kooperation des Museum Folkwang, der TU Dortmund und des Baukunstarchiv NRW, ist die Ausstellung integraler Bestandteil des Forschungsprojektes „Stadt Bauten Ruhr. Forschen Lehren Teilhaben“.

Zur feierlichen Eröffnung kamen Vertreter aus Politik und Verwaltung, wie die Kuratoriumsvorsitzende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Prof. Dr. Ursula Gather, der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen sowie die Leiter der Kulturinstitutionen, die in der Ausstellung portraitiert werden. Die Kuratoren Dr. Anna Kloke, Christin Ruppio, Sonja Pizonka und Christos Stremmenos führten durch die Ausstellung.

„Und so etwas steht in Gelsenkirchen …“
Kulturbauten im Ruhrgebiet nach 1950
Museum Folkwang, 11. Sept. 2020 – 10. Januar 2021
> Infos zur Ausstellung auf der Website des Folkwang-Museums

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
Unterstützt von der Allbau GmbH

August 2020

„Und so etwas steht in Gelsenkirchen“ Kulturbauten im Ruhrgebiet nach 1950
Aufbau der Ausstellung im Museum Folkwang

Im Papierhaus des Museum Folkwang bauten die Kuratoren Anna Kloke, Christin Ruppio, Sonja Pizonka und Christos Stremmenos die Ausstellung ‚„Und so etwas steht in Gelsenkirchen“ Kulturbauten im Ruhrgebiet nach 1950‘ auf.
Wir danken den studentischen Hilfskräften und dem Team des Museum Folkwang für ihre Unterstützung.

April 2020

Semesterstart digital

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen und so starten wir in diesem Sommersemester mit einem rein digitalen Lehrformat. Mit Hilfe der Digitalisate aus dem Baukunstarchiv NRW können die Studierenden zu bedeuten Stadtbauten der Region Ruhr forschen und bleiben mit Hilfe von Videokonferenzen mit den Lehrenden im Austausch.

März 2020

Vortrag von Prof. Stefanie Bürkle im Baukunstarchiv NRW

Als Inhaberin des Lehrstuhls für Bildende Kunst an der Technischen Universität Berlin ist Stefanie Bürkle seit 2009 für die künstlerische Ausbildung der Architekten verantwortlich. In ihrem Vortrag ließ sie uns an ihrem fotografischen Blick auf die Stadt Berlin teilhaben, mit dem sie seit 1992 den Umbau der Stadt dokumentiert. Ursprünglich als Plädoyer für eine Wahrnehmung der Gegenwart des Umbruchs gedacht, bilden diese Fotografien aus heutiger Sicht selbst ein Archiv, eine Art Baubiografie der Stadt Berlin.

Prof. Stefanie Bürkle im Vortrag

Prof. Stefanie Bürkle im Vortrag, Foto: TU Dortmund (Judith Klein)

Archive Aktivieren – Expertenworkshop im Baukunstarchiv NRW

Im Rahmen des Expertenworkshops „Archive Aktivieren“ referierte Dr. Joachim Kreische, Leitender Bibliotheksdirektor der Universitätsbibliothek Dortmund, über die historische Entwicklung von Archiven und Bibliotheken. Insbesondere am Beispiel des geplanten Neubaus der Universitätsbibliothek Dortmund warf er auch einen Blick in ihre Zukunft. Susanne Dörler, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bildarchivs Foto Marburg, referierte über Strategien zur Digitalisierung im Archivwesen. Aus Wien angereist berichtete uns Dr. Monika Platzer, Leiterin der Sammlung und Kuratorin des Architekturzentrums Wien, über die Ausstellungs- und Forschungstätigkeit ihres Hauses. Als Wissenschaftlicher Referent des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland sprach Dr. Sven Kuhrau über die Unterschutzstellung zweier Gebäude in Essen und die Bedeutung des Archivwesens für seine Tätigkeit.
Gemeinsam mit den Referenten wurden im Rahmen des Workshops anhand von ausgewähltem Archivmaterial Aktivierungsstrategien und Entwicklungsmöglichkeiten von Archiven, besonders im Hinblick auf deren Öffentlichkeitswirksamkeit, diskutiert und aufgezeigt.

Sichtung des Bestandes des Baukunstarchivs NRW, Workshop „Archive Aktivieren“ Sichtung des Bestandes des Baukunstarchivs NRW, Workshop „Archive Aktivieren“ Sichtung des Bestandes des Baukunstarchivs NRW, Workshop „Archive Aktivieren“

Sichtung des Bestandes des Baukunstarchivs NRW, Workshop „Archive Aktivieren“, Fotos: TU Dortmund (Judith Klein)

Dezember 2019

Besuch des Kunstmuseums Gelsenkirchen

Seit 1957 beherbergt eine Gründerzeit-Villa an der Horster Straße im Gelsenkirchener Stadtteil Buer die Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen. In den 1980-er Jahren entstand ein von Albrecht Egon Wittig geplanter Erweiterungsbau, der Gegenstand der Forschung im Projekt Stadt Bauten Ruhr ist.

Besuch des Podiumsgesprächs „Spielräume der Demokratie. Das Musiktheater im Revier als wegweisender Theaterbau“ im Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen

Anlässlich des 60. Jubiläums lud das Musiktheater zu einem Podiumsgespräch im Foyer.

Exkursion in das Aalto Theater, Essen

Nach einer Seh-Übung wurden die Studierenden von einem Ensemblemitglied durch das Haus des finnischen Architekten Alvar Aalto geführt und konnten so aus einer Nutzerperspektive das Gebäude kennenlernen.

Studierende beim Zeichnen im Foyer des Aalto-Theaters

Studierende beim Zeichnen im Foyer des Aalto-Theaters

Exkursion in das Museum Folkwang, Essen

Sonja Pizonka erläuterte bei einer Führung die Historie des Museum Folkwang und die damit verbundenen baulichen Entwicklungen des Hauses.

Studierende vor dem Werk „City of Abstracts“ von William Forsythe im Foyer des Museum Folkwang

Studierende vor dem Werk „City of Abstracts“ von William Forsythe im Foyer des Museum Folkwang

November 2019

Exkursion in das Museumszentrum Quadrat, Bottrop

Im Anschluss an eine Seh-Übung zur Auseinandersetzung mit der Architektur des Museums Quadrat konnten sich die Studierenden mit dem Museumsdirektor Dr. Heinz Liesbrock über ihre Erkenntnisse austauschen.

Exkursion in das Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen

Der Architekt Georg Ruhnau, Sohn des verstorbenen Architekten Werner Ruhnau, führte im Anschluss an eine Seh-Übung die Studierenden durch das von seinem Vater geplante Musiktheater im Revier.

Studierende beim Zeichnen im Foyer des Musiktheaters im Revier

Studierende beim Zeichnen im Foyer des Musiktheaters im Revier, Foto: TU Dortmund (Judith Klein)

Oktober 2019

Besuch des Museums für Naturkunde, Dortmund

Geführt von der Museumsdirektorin Dr. Elke Möllmann konnten die Projekt-Mitarbeiter den Umbau des Museums für Naturkunde im Dortmunder Norden – erbaut von Mechthild Gastreich-Moritz und Ulrich Gastreich – besichtigen.

Seminarstart „Kulturbauten im Ruhrgebiet“

Im Wintersemester 2019/2020 stehen für die Studierenden des Lehramts Kunst sowie der Architektur und Städtebaus im gemeinsamen Seminar die Kulturbauten des Ruhrgebiets im Fokus. Neben der Sichtung des Archivmaterials aus den Beständen des Baukunstarchivs lernen sie die Häuser anhand von Sehübungen, Führungen und Vorträgen vor Ort kennen. Im Rahmen der Seh-Übung nähern sie sich in multimedialer Form (Zeichnung, Foto, Text) dem städtebaulichen Kontext, der Gebäudehülle sowie dem Inneren der Kulturbauten. Auf der Grundlage der Auseinandersetzung mit dem Archivmaterial einerseits und dem im städtischen Raum physisch erfahrbaren Bauwerk andererseits, erstellen die Studierenden einen Audioguide für einen das Ruhrgebiet prägenden Kulturbau der Nachkriegsmoderne.

September 2019

Tag des offenen Denkmals: Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur

Die feierliche Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals in der Stadt Dortmund fand in diesem Jahr im Baukunstarchiv NRW statt. Im Anschluss konnten die Besucher im Rahmen von Führungen zum Thema „Kirchenbau der Moderne im Ruhrgebiet“ einen Einblick in das Forschungsprojekt gewinnen.

19. Dortmunder Museumsnacht

Gut besucht war das Baukunstarchiv auch bei der 19. Dortmunder Museumsnacht. Die Forschungsgruppe stellte hier Archivgut zum Thema „Kulturbauten der Moderne im Ruhrgebiet“ vor und kam so in einen regen Austausch mit den Besuchern.

Juni 2019

Exkursion zum Museum Folkwang und zur Kirche St. Suitbert, Essen

Im Museum Folkwang diskutierten die Studierenden die Darstellung von Architektur in der Kunst anhand von Originalen. Dr. Tobias Burg, Kurator der Grafischen Sammlung, hatte Kupferstiche, Holzschnitte, Radierungen sowie grafische Arbeiten in Tusche und Lack ausgesucht, die, größtenteils ungerahmt, in allen Einzelheiten studiert werden konnten. Thomas Seelig, Leiter der Fotografischen Sammlung, zeigte Fotografien der letzten 150 Jahre, an denen der Wandel des Mediums – von der Daguerreotypiebis zur Digitalisierung – diskutiert wurde. Nach einem Rundgang durch das Museum besuchte die Gruppe die Kirche St. Suitbert in Essen-Überruhr, wo sie vom Gemeindemitglied Werner Friese spannende Erläuterungen zur Baugeschichte, Sanierung und Umgestaltung des bedeutenden Kirchenbaus erhielt.

Mai 2019

Vortrag vom Diözesanbaumeister Thomas Tebruck

Exkursion zu den Kirchen Liebfrauen und St. Barbara, Duisburg

Gruppe im Altarraum unter Baldachin in der Liebfrauenkirche

Besuch der Liebfrauenkirche, Duisburg

150 der 300 Kirchen im Bistum Essen stammen aus der Nachkriegszeit und bilden einen bedeutenden Teil des baukulturellen Erbes der Region – aktuell bedroht durch Schließung und Abbruch. Neben der Darstellung dieser aktuellen Entwicklung im Bistum Essen beleuchtete der Diözesanbaumeister Thomas Tebruck in seinem Vortrag die Geschichte der Kirchenbaukunst im gesellschaftlichen Wandel. Bauliche Neuerungen der Nachkriegszeit konnte der Diözesanbaumeister sogleich vor Ort am Beispiel der Liebfrauenkirche erläutern. Neben dieser Innenstadtkirche besuchte die Gruppe St. Barbara in Duisburg-Rheinhausen, aktuell von Abriss bedroht und wie Liebfrauen vom Architekten Toni Hermanns entworfen. Die Untersuchung beider Kirchen vor Ort wurde komplettiert durch die Arbeit am Nachlass Hermanns im Archiv und mündete in den Aufbau des Audioguides „Mapping Baukunstarchiv“.

April 2019

Seminarstart „Kirchen im Ruhrgebiet“

Zehn Kirchen standen im Fokus des ersten Seminars zu „Stadt Bauten Ruhr“: Ob die expressionistische Heilig-Kreuzkirche von Josef Franke in Gelsenkirchen, das Wiederaufbauprojekt der Johanneskirche von Herwarth Schulte in Dortmund oder die vom Innovationsgeist ihrer Zeit geprägte St. Suitbertkirche von Josef Lehmbrock und Stefan Polónyi in Essen-Überruhr – alle zehn Bauwerke stehen beispielhaft für denvielfältigen Kirchenbau der Moderne und Spätmoderne im Ruhrgebiet. Gemeinsame Seminar- und Exkursionsveranstaltungen für Studierende der Architektur und des Städtebaus sowie des Lehramts Kunst eröffneten die Möglichkeit Betrachtungsweisen, Methoden und Schwerpunktsetzungen der jeweils anderen Studiendisziplin kennenzulernen und das Vorhaben einer vernetzten Lehre weiter zu vertiefen.

Zunächst galt es den subjektiv erfahrenen Ort, den die Kirche umgebenden städtischen Kontext, durch eine vorzunehmende Kartierung zu beschreiben. In einer zweiten Übung wurden die Bauwerke über Objekte aus den Beständen des Baukunstarchivs NRW erforscht. Pläne, Modelle, Skizzen, Akten, Fotos, Microfilme aus den Nachlässen der Architekten und Planer eröffneten neue Sichtweisen zu den zuvor im Stadtraum physisch erlebten Bauten. Die Auseinandersetzung mündete in der Erstellung von Audioguides, die den Grundstock für „Mapping Baukunstarchiv“ bilden, einen geplanten Audioguide, der bedeutende Bauten, vertreten im Baukunstarchiv, präsentieren soll.

Vortrag von Dr. Niklas Gliesmann (Institut für Kunst und Materielle Kultur, TU Dortmund) in der St. Nicolai-Kirche, Dortmund

In seinem Vortrag zu „Liturgie und Kirchenraum“ zeigte Niklas Gliesmann, dass Architekt*innen von Sakralbauten in besonderem Maße einen Raum für stark ritualisierte Handlungen schaffen. Um zu verdeutlichen, dass Neuerungen in der Gestaltung dieser Räume nicht erst in der Nachkriegszeit und mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil eingeleitet wurden, setzte Niklas Gliesmann bei der Liturgischen Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts an. Dieser Bogen von der Liturgischen Bewegung bis zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils zeigte auf, dass die Liturgie selbst ständiger Veränderung unterliegt und von gesamtgesellschaftlichen Veränderungen beeinflusst wird. Die St. Nicolai-Kirche stellte nicht nur die Kulisse, sondern wurde während des Vortrages immer wieder als Beispiel herangezogen; auch um der im Vortrag fokussierten katholischen Perspektive die evangelische Bautradition beizustellen. So wurde ein wichtiges Fundament für die inhaltliche Auseinandersetzung mit Sakralbauten gelegt und gleichzeitig ein bedeutender Sakralbau der Stadt Dortmund auf der mentalen Karte der Studierenden verortet.

Forschungstreffen im Museum Folkwang, Essen

Besuch der Plakatsammlung im Folkwang-Museum

Besichtigung der Archivräume im Museum Folkwang

Die Projektgruppe traf sich im Museum Folkwang mit René Grohnert, Leiter des Deutschen Plakatmuseums. Beim Besuch der aktuellen Plakat-Ausstellung „Emil Pirchan. Plakat – Bühne – Objekt“ ging es unter anderem um museale Präsentationsstrategien und Aufbewahrungskonzepte im Depot.

Exkursion zur Kirche St. Reinoldi, Dortmund

Blick von der Reinoldikirche auf die Dortmunder Innenstadt

Blick von der Reinoldikirche auf die Dortmunder Innenstadt, Foto: Judith Klein

Bei der Exkursion zur Kirche St. Reinoldi in der Dortmunder Innenstadt stand der Audioguide im Fokus. Im Rahmen einer Besichtigung des Kirchturms wurde diskutiert, wie Informationen über das Bauwerk für potentielle Hörer eines Audioguides aufbereitet werden können.

Februar 2019

Workshop im Baukunstarchiv

historische Archivfotos auf altem Plan

Sichtung des Archivmaterials im Baukunstarchiv NRW

Zum Auftaktworkshop traf sich die Projektgruppe im Baukunstarchiv zur gemeinsamen Sichtung und Auswahl des Forschungsmaterials. Unterstützung kam von Dr. Hans H. Hanke, Wissenschaftlicher Referent am Landesamt für Denkmalpflege Westfalen undLehrbeauftragter am Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum.